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<title>Fall Lisa</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Fall Lisa</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Der <b>Fall Lisa</b> ist ein aus einem <a href="Vermisste_Person" title="Vermisste Person">Vermisstenfall</a> vom Januar 2016 in <a href="Russischsprachige_Bev%C3%B6lkerungsgruppen_in_Deutschland" title="Russischsprachige Bevölkerungsgruppen in Deutschland">russischsprachigen Bevölkerungsgruppen in Deutschland</a> entstandenes Politikum im Kontext zur <a href="Fl%C3%BCchtlingskrise_in_Deutschland_2015/2016" title="Flüchtlingskrise in Deutschland 2015/2016">Flüchtlingskrise in Deutschland 2015/2016</a>, das zu intensiver Berichterstattung und Verbreitung von <a href="Fake_News" title="Fake News">Fake News</a>, vor allem in den russischen Medien, und zu diplomatischen Spannungen zwischen <a href="Deutsch-russische_Beziehungen" title="Deutsch-russische Beziehungen">Deutschland und Russland</a> führte.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sachverhalt_und_Ermittlungen">Sachverhalt und Ermittlungen</h2></div>
<p>Die damals 13-jährige Lisa F. aus <a href="Berlin-Marzahn" title="Berlin-Marzahn">Berlin-Marzahn</a> verschwand am 11. Januar 2016 auf dem Weg zur Schule, die deutsch-russischen<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eltern meldeten sie als vermisst.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Am Folgetag tauchte sie wieder auf und berichtete zunächst, dass sie von drei Unbekannten verschleppt, in einer Wohnung festgehalten und <a href="Vergewaltigung" title="Vergewaltigung">vergewaltigt</a> worden sei. Bei den angeblichen Entführern handle es sich um „Südländer“. Bei weiteren Vernehmungen rückte sie von ihrer ersten Version ab und sagte, sie sei freiwillig mit den Männern mitgegangen. Insgesamt schilderte Lisa F. vier verschiedene Versionen zu ihrem Verschwinden.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Anhand der Mobilfunkdaten rekonstruierte die Polizei, dass Lisa in der fraglichen Nacht bei einem Freund war.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Laut Staatsanwaltschaft traute sie sich wegen Schulproblemen nicht nach Hause.<sup id="cite_ref-SZ_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-SZ-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach rechtsmedizinischen Untersuchungen fand man keine Vergewaltigungsspuren. Laut Anwalt der Familie wies sie <a href="H%C3%A4matom" title="Hämatom">Hämatome</a> auf und wurde „psychologisch betreut“.<sup id="cite_ref-KopitzBZ_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-KopitzBZ-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Während sich die vermeintliche Vergewaltigung vom Januar 2016 als Falschbehauptung herausgestellt hatte, erwies sich im Zuge der Ermittlungen aber auch, dass unabhängig davon zwei Männer im Alter von 20 und 23 Jahren im Oktober 2015 sexuelle Kontakte zu dem Mädchen unterhalten hatten. Diese einvernehmlichen Kontakte waren strafbar, da Lisa zu jenem Zeitpunkt noch keine 14 Jahre alt (<a href="Schutzalter" title="Schutzalter">Schutzalter</a>) gewesen war.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-RBB0208_9-0" class="reference"><a href="#cite_note-RBB0208-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Gegen einen dieser Tatverdächtigen wurde im Februar 2017 wegen schweren <a href="Sexueller_Missbrauch_von_Kindern" title="Sexueller Missbrauch von Kindern">sexuellen Missbrauchs von Kindern</a> und <a href="Kinderpornografie#Deutschland" title="Kinderpornografie">Herstellung kinderpornografischer Schriften</a> Anklage erhoben. Dieser wusste von der <a href="Schutzalter" title="Schutzalter">Minderjährigkeit</a> des Mädchens und hatte Handy-Videos des Akts verbreitet.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Im Juni 2017 wurde er zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Jahre gefordert, die Verteidigung auf eine Bewährungsstrafe bis zu anderthalb Jahren plädiert. Beide Seiten verzichteten nach dem Urteil auf eine Berufung.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Reaktionen">Reaktionen</h2></div>
<p>Die Behörden, insbesondere die <a href="Polizei_Berlin" title="Polizei Berlin">Polizei Berlin</a>, standen wegen ihrer Öffentlichkeitsarbeit im In- und Ausland unter Kritik; unter anderem wurde ihnen eine „<a href="Salami-Taktik" class="mw-redirect" title="Salami-Taktik">Salami-Taktik</a>“ vorgeworfen. Der Polizeisprecher<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sagte Ende Januar 2016: „In dem Fall konnten wir praktisch alles, was wir wussten, nicht kommunizieren, weil es die <a href="Pers%C3%B6nlichkeitsrecht" title="Persönlichkeitsrecht">Persönlichkeitsrechte</a> des Kindes massiv verletzt hätte“, dies habe „unheimlich viel Raum für Interpretation“ eröffnet.<sup id="cite_ref-SZ_5-1" class="reference"><a href="#cite_note-SZ-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als der Polizeireporter der Berliner Zeitung dann das polizeiliche Ermittlungsergebnis verbreitete, der sexuelle Kontakt habe einvernehmlich stattgefunden, wurde der Journalist in sozialen Medien bedroht, woraufhin sein Arbeitgeber erstmals mit Strafanzeigen auf die Hasskommentare im Netz reagierte.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Berichterstattung_von_russischen_Staatsmedien">Berichterstattung von russischen Staatsmedien</h3></div>
<p>Über den Fall berichteten auch russische Medien, die auf Basis von Erzählungen der Tante des Mädchens unkritisch behaupteten, dass angeblich Flüchtlinge Täter der mutmaßlichen Verschleppung seien und die deutschen Ermittlungsbehörden die Tat dementierten und nicht verfolgten. Es stellte sich heraus, dass ein russischer Journalist des russischen halbstaatlichen Fernsehsenders <a href="Perwy_kanal" title="Perwy kanal">Perwy kanal</a> die Falschdarstellung des Falls als Vergewaltigung in die breitere Öffentlichkeit gebracht hatte. Gegen ihn wurde von der <a href="Staatsanwaltschaft_Berlin" title="Staatsanwaltschaft Berlin">Staatsanwaltschaft Berlin</a> Ende Januar 2016 ein Verfahren wegen <a href="Volksverhetzung" title="Volksverhetzung">Volksverhetzung</a> eingeleitet, das Anfang März 2016 mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt wurde. Ein Konstanzer Rechtsanwalt hatte ihm eine verfälschte Berichterstattung über die Situation in Deutschland und Anstachelung Deutscher russischer Herkunft zum Hass gegen Asylbewerber vorgeworfen. Der Rechtsanwalt, der die Anzeige stellte, stand zeitweilig wegen erhaltener Morddrohungen unter Polizeischutz.<sup id="cite_ref-RBB0208_9-1" class="reference"><a href="#cite_note-RBB0208-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Berichterstattung über den Fall wird auch in einer Reihe von <a href="Fake_News" title="Fake News">Fake News</a> gesehen.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Andre_Wolf" title="Andre Wolf">Andre Wolf</a>, Sprecher von <i><a href="Mimikama" title="Mimikama">Mimikama</a></i>, sieht diesbezüglich, dass auch russische Staatsmedien eine Redaktionslinie haben, die bei Medien „nichts Ungewöhnliches“ seien. Der Unterschied liege „jedoch immer in der Ausprägung und der Radikalität einer solchen Linie.“ Der Fall Lisa zeige „hier die Tendenzen der Berichterstattung, von der letztendlich kein Millimeter abgewichen wurde. Gleichzeitig wurde auch der (falsche) Vergewaltigungsvorwurf durch die Medien weiter aufrechterhalten.“ Dieses sei „natürlich insofern gefährlich, wenn sich Menschen auf den Inhalt dieser Medien verlassen und sich somit radikalisieren lassen.“<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nachdem die angebliche Vergewaltigung als Lüge entlarvt worden war, identifizierte der russische Staatssender RT diese Richtigstellung der Fakten als „antirussische Propaganda“.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Demonstrationen,_politische_Instrumentalisierung_und_diplomatische_Verwicklungen"><span id="Demonstrationen.2C_politische_Instrumentalisierung_und_diplomatische_Verwicklungen"></span>Demonstrationen, politische Instrumentalisierung und diplomatische Verwicklungen</h3></div>
<p>Eine erste Darstellung der Ereignisse von Lisa F. wurde auch von einer Cousine auf einer Demonstration der <a href="Nationaldemokratische_Partei_Deutschlands" class="mw-redirect" title="Nationaldemokratische Partei Deutschlands">NPD</a> wiederholt. Auch der Berliner Ableger der <a href="Pegida" title="Pegida">Pegida</a> (<i>Bärgida</i>) rief zu einer Demonstration auf.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ebenso kam es zu einem Übergriff auf ein Asylbewerberheim in Berlin-Marzahn.<sup id="cite_ref-KopitzBZ_6-1" class="reference"><a href="#cite_note-KopitzBZ-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Später distanzierten sich Eltern sowie Angehörige der Familie und äußerten sich, dass sie sich durch russische Medien und die russische Botschaft sowie „Offizielle“ instrumentalisiert sahen und laut dem russlanddeutschen Verein <i>Vision</i> „Spielball einer politischen Auseinandersetzung“ wurden.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 18. Januar 2016 wurde in Berlin-Marzahn eine nicht angemeldete Demonstration von etwa 250 Personen von der Polizei aufgelöst.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Am 23. Januar 2016 kam es zu einer Demonstration von rund 700 Deutschrussen vor dem Berliner <a href="Bundeskanzleramt_(Berlin)" title="Bundeskanzleramt (Berlin)">Kanzleramt</a>. Zu weiteren Demonstrationen kam es in einigen Städten Bayerns und Baden-Württembergs.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zur Demonstration aufgerufen hatte der zuvor nicht in Erscheinung getretene und nach eigenen Worten „nationalkonservativ“, von Beobachtern als rechtsextrem verortete<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> „Internationale Konvent der Russlanddeutschen“.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Gründer und Vorsitzender ist <a href="Heinrich_Groth" title="Heinrich Groth">Heinrich Groth</a>, der von Medien als „putintreu“ und „stramm rechts“ bezeichnet und etwa im <a href="Rechtspopulismus" title="Rechtspopulismus">rechtspopulistischen</a> <i><a href="Compact_(Magazin)" title="Compact (Magazin)">Compact</a></i> zitiert wird. Seiner Organisation fehle jedoch nach Eigenaussagen die Basis.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <a href="Landsmannschaft_der_Deutschen_aus_Russland" title="Landsmannschaft der Deutschen aus Russland">Landsmannschaft der Deutschen aus Russland</a>, die dem <a href="Bund_der_Vertriebenen" title="Bund der Vertriebenen">Bund der Vertriebenen</a> angehört, verurteilte die Demonstrationen. Ihr Vorsitzender Waldemar Eisenbraun warnte vor der Gefahr, dass russischsprachige <a href="Sp%C3%A4taussiedler" class="mw-redirect" title="Spätaussiedler">Spätaussiedler</a> aus den Nachfolgestaaten der vormaligen <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a> zunehmend unter den Generalverdacht geraten, als „rechtsorientiert“ oder „fremdgesteuert“ zu gelten.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 26. Januar 2016 kam der russische Außenminister <a href="Sergei_Wiktorowitsch_Lawrow" title="Sergei Wiktorowitsch Lawrow">Sergei Lawrow</a> auf den Fall des Mädchens zu sprechen und warf den deutschen Behörden Vertuschung vor.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Vorkommnis wurde durch Äußerungen des russischen Außenministers zu einem Streitpunkt in den deutsch-russischen Beziehungen. Er beschuldigte die deutschen Behörden der Vertuschung einer Vergewaltigung, was eine scharfe Reaktion aus Deutschland nach sich zog.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Historiker und damalige Direktor der <a href="Gedenkst%C3%A4tte_Berlin-Hohensch%C3%B6nhausen" title="Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen">Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen</a> <a href="Hubertus_Knabe" title="Hubertus Knabe">Hubertus Knabe</a> forderte in der <i><a href="Die_Welt" title="Die Welt">Welt</a></i> das <a href="Bundesamt_f%C3%BCr_Verfassungsschutz" title="Bundesamt für Verfassungsschutz">Bundesamt für Verfassungsschutz</a> auf, russische Einflussversuche in Deutschland besser zu überwachen. Ihn erinnern die „gut organisierten Proteste gegen die frei erfundene Vergewaltigung eines 13-jährigen Mädchens“ an die <a href="Desinformation" title="Desinformation">Desinformationskampagnen</a> der <a href="Ministerium_f%C3%BCr_Staatssicherheit" title="Ministerium für Staatssicherheit">Stasi</a>. Es sei kein „Zufall, dass Hunderte von Russlanddeutschen in mehreren deutschen Städten mit gleich aussehenden Plakaten auf die Straße“ gegangen seien.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bingener und <a href="Markus_Wehner" title="Markus Wehner">Wehner</a> zeigen mit dem Fall auf, wie „Russland mit Desinformationen in die Innenpolitik eines anderen Landes eingreift“. Sie betonen, dass nur wenige der 2,5 Millionen Russlanddeutschen an den Demonstrationen teilgenommen haben. Das Kanzleramt fragte mit Verwunderung die Botschaft Russlands, warum sie immer noch Außenminister Lawrows Behauptung verbreitete, es werde etwas verheimlicht. Die damalige Kanzlerin <a href="Angela_Merkel" title="Angela Merkel">Angela Merkel</a> sprach <a href="Wladimir_Wladimirowitsch_Putin" title="Wladimir Wladimirowitsch Putin">Putin</a> auf die falschen Behauptungen an, welcher erwiderte, den Fall nicht zu kennen.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a href="Alice_Bota" title="Alice Bota">Alice Bota</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2016-01/russland-propaganda-entfuehrung-maedchen-berlin/komplettansicht"><i>Das missbrauchte Mädchen</i>.</a>, In: <a href="Die_Zeit" title="Die Zeit">Die Zeit</a> vom 21. Januar 2016.</li>
<li><a href="Florian_R%C3%B6tzer" title="Florian Rötzer">Florian Rötzer</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.heise.de/tp/features/Die-13-jaehrige-Lisa-Fluechtlinge-und-der-Propagandakrieg-3380392.html"><i>Die 13-jährige Lisa, Flüchtlinge und der Propagandakrieg</i>.</a> In: <a href="Telepolis" title="Telepolis">Telepolis</a> vom 27. Januar 2016.</li>
<li><a href="Markus_Wehner" title="Markus Wehner">Markus Wehner</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.faz.net/aktuell/politik/russlands-informationskrieg-hat-angela-merkel-als-ziel-14043618.html"><i>Unser Mädchen Lisa.</i></a> In: <a href="Frankfurter_Allgemeine_Zeitung" title="Frankfurter Allgemeine Zeitung">Frankfurter Allgemeine Zeitung</a> vom 31. Januar 2016.</li>
<li>Nikita Jolkver: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dw.com/de/der-fall-lisa-ein-jahr-danach-war-da-was/a-37079923"><i>Der "Fall Lisa" ein Jahr danach. War da was?</i></a> In <a href="Deutsche_Welle" title="Deutsche Welle">Deutsche Welle</a> vom 11. Januar 2017.</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spiegel.de/panorama/justiz/berlin-fall-lisa-bewaehrungsstrafe-wegen-missbrauch-der-russlanddeutschen-a-1153111.html"><i>Russlanddeutsches Mädchen Lisa - 24-Jähriger wegen Missbrauchs verurteilt</i>.</a> In: <a href="Der_Spiegel" title="Der Spiegel">Der Spiegel</a> vom 20. Juni 2017.</li>
<li><a href="Christine_Kensche" title="Christine Kensche">Christine Kensche</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.welt.de/vermischtes/article165740965/Der-Fall-zeigt-Lisa-ist-ein-Missbrauchsopfer.html"><i>„Der Fall zeigt, Lisa ist ein Missbrauchsopfer“</i></a> In: <a href="Die_Welt" title="Die Welt">Die Welt</a> vom 20. Juni 2017.</li>
<li>Verena Mayer: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.sueddeutsche.de/panorama/urteil-in-berlin-fall-lisa-endet-mit-bewaehrung-1.3553054"><i>Fall Lisa endet mit Bewährung</i>.</a>, In: <a href="S%C3%BCddeutsche_Zeitung" title="Süddeutsche Zeitung">Süddeutsche Zeitung</a> vom 20. Juni 2017.</li>
<li>Medina Schaubert: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bpb.de/themen/migration-integration/russlanddeutsche/271945/der-fall-lisa/"><i>Der "Fall Lisa" - Entwicklungen in Berlin Hellersdorf-Marzahn.</i></a> In: <a href="Bundeszentrale_f%C3%BCr_politische_Bildung" title="Bundeszentrale für politische Bildung">Bundeszentrale für politische Bildung</a> vom 9. Oktober 2018.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/13-jaehrige-aus-berlin-mahlsdorf-geruecht-um-vergewaltigung-sorgt-fuer-demonstration-li.7157"><i>13-Jährige aus Berlin-Mahlsdorf Gerücht um Vergewaltigung sorgt für Demonstration.</i></a> In: <i>Berliner Zeitung.</i> 19. Januar 2016, abgerufen am 2. März 2017.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Frank Herold: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/fall-lisa-aus-berlin-marzahn-russlands-aussenminister-verstaerkt-die-verunsicherung-li.7160"><i>Fall Lisa aus Berlin-Marzahn Russlands Außenminister verstärkt die Verunsicherung.</i></a> In: <i>Berliner Zeitung.</i> 26. Januar 2016, abgerufen am 4. Februar 2017.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Andreas Kopietz: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/13-jaehrige-lisa-aus-marzahn-von-der-vergewaltigungsluege-zum-diplomatischen-gewitter-li.6848"><i>Von der Vergewaltigungslüge zum diplomatischen Gewitter.</i></a> In: <i>Berliner Zeitung.</i> 29. Januar 2016.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.n-tv.de/panorama/Fall-Lisa-Handy-Daten-offenbaren-Luege-article16887151.html"><i>Handy-Daten offenbaren Lüge: Lisa verbrachte die Nacht beim Freund.</i></a> n-tv.de. Abgerufen am 29. Januar 2016.</span>
</li>
<li id="cite_note-SZ-5"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-SZ_5-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-SZ_5-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.sueddeutsche.de/politik/berlin-marzahn-staatsanwalt-angeblich-vergewaltigtes-maedchen-verbrachte-nacht-bei-freund-1.2840429"><i>Staatsanwalt: Angeblich vergewaltigtes Mädchen verbrachte Nacht bei Freund.</i></a> Süddeutsche.de vom 29. Januar 2016, abgerufen am 5. März 2017.</span>
</li>
<li id="cite_note-KopitzBZ-6"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-KopitzBZ_6-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-KopitzBZ_6-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Andreas Kopietz: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/angebliche-vergewaltigung-einer-13-jaehrigen-aus-marzahn-sie-ist-offenbar-in-falsche-kreise-geraten-li.7155"><i>Angebliche Vergewaltigung einer 13-Jährigen aus Marzahn „Sie ist offenbar in falsche Kreise geraten“.</i></a> In: <i>Berliner Zeitung.</i> 25. Januar 2016, abgerufen am 6. März 2017.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Katrin Bischoff: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/russlanddeutsches-maedchen-in-berlin-der-fall-lisa-kommt-vor-gericht-li.7159"><i>Russlanddeutsches Mädchen: Der Fall Lisa kommt vor Gericht.</i></a> In: <i>Berliner Zeitung.</i> vom 28. Februar 2017, abgerufen am 8. März 2017.</span>
</li>
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<li id="cite_note-RBB0208-9"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-RBB0208_9-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-RBB0208_9-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
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</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20160209092127/https://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2016/02/ermittlungsverfahren-russischer-journalist-bericht-13-jaehriges-maedchen-berlin-marzahn.html"><i>Staatsanwaltschaft ermittelt gegen russischen Journalisten.</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 9. Februar 2016 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) In: <i>Rbb Online.</i> 8. Februar 2016.</span>
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<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://archiv.berliner-kurier.de/berlin/polizei-und-justiz/fall-lisa-sexueller-missbrauch--fast-zwei-jahre-auf-bewaehrung-fuer-ismet-s---24--27824880">berliner-kurier.de: Fall Lisa Sexueller Missbrauch: Fast zwei Jahre auf Bewährung für Ismet S. (24)</a><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotdeadurl.invalid/https://archiv.berliner-kurier.de/berlin/polizei-und-justiz/fall-lisa-sexueller-missbrauch--fast-zwei-jahre-auf-bewaehrung-fuer-ismet-s---24--27824880">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://archiv.berliner-kurier.de/berlin/polizei-und-justiz/fall-lisa-sexueller-missbrauch--fast-zwei-jahre-auf-bewaehrung-fuer-ismet-s---24--27824880">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Toter Link/archiv.berliner-kurier.de</span> <small>(Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2023. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://timetravel.mementoweb.org/list/2010/https://archiv.berliner-kurier.de/berlin/polizei-und-justiz/fall-lisa-sexueller-missbrauch--fast-zwei-jahre-auf-bewaehrung-fuer-ismet-s---24--27824880">Suche in Webarchiven</a>)</small>&nbsp;<small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span>&nbsp;<b>Info:</b> Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small>, 20. Juni 2017, abgerufen am 1. September 2017.</span>
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<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Berliner Zeitung: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/urteil-im-fall-lisa-aus-marzahn-24-jaehriger-wegen-sexuellen-kindesmissbrauchs-zu-fast-zwei-jahren-auf-bewaehrung-verurteilt-li.7158"><i>Fall Lisa aus Marzahn 24-Jähriger zu fast zwei Jahren auf Bewährung verurteilt</i></a>, 20. Juni 2017; abgerufen am 30. August 2017</span>
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<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20160125083133/https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2016/01/russlanddeutsche-demonstrieren-gegen-angebliche-Vergewaltigung-unterstuetzung-durch-baergida.html"><i>Russlanddeutsche ziehen vor das Kanzleramt.</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 25. Januar 2016 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) rbb-online.de, Meldung vom 23. Januar, korrigierte Fassung vom 24. Januar, abgerufen am 30. Januar 2016.</span>
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<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text">siehe <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spiegel.de/politik/ausland/berlin-lawrow-zu-angeblicher-vergewaltigung-von-13-jaehriger-a-1073933.html">Pressekonferenz von Lawrow</a>, Spiegel-Bericht</span>
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<li id="cite_note-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-31">↑</a></span> <span class="reference-text">Reinhard Bingener, Markus Wehner: <cite style="font-style:italic">Die Moskau Connection. Das Schröder-Netzwerk und Deutschlands Weg in die Abhängigkeit</cite>. C. H. Beck, München 2023, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>208/209</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Fall+Lisa&amp;rft.au=Reinhard+Bingener%2C+Markus+Wehner&amp;rft.btitle=Die+Moskau+Connection.+Das+Schr%C3%B6der-Netzwerk+und+Deutschlands+Weg+in+die+Abh%C3%A4ngigkeit&amp;rft.date=2023&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=208%2F209&amp;rft.place=M%C3%BCnchen&amp;rft.pub=C.+H.+Beck" style="display:none">&nbsp;</span></span>
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